„Das war wohl ein trauriger Anblick, kürzlich in Friedrichshafen in Deutschland, als der schon hundert Jahre alte Kinderarbeitsmarkt wieder begann. Drei- oder vierhundert Jungen und Mädchen gab es zu sehen, keines älter als 14 Jahre, zweckmäßig in aller Öffentlichkeit ausgestellt, um mit dem Höchstbieter in siebenmonatige Knechtschaft geschickt zu werden. Tief erniedrigend muss das für diese kleinen Menschen gewesen sein, von stiernackigen Bauern begutachtet, gekniffen und herumgeschubst zu werden. … Sie werden … gekauft, per Vertrag gebunden und quitiert. Und die Eltern erhalten für dieses Geschäft 12,50 bis 20 US Dollar.“
Wußten Sie, dass erst dieser Artikel im „Cincinnati Times Start“ vom 17. April 1908 die Kritik am Kinderhandel in Oberschwaben befeuerte? Dennoch verhinderten bis 1921 oberschwäbische Bauern und Politiker die Schulpflicht für „ausländische“ Kinder. Erst mit der Schulplflicht endete das „Schwabengehen“ weitestgehend.
Dem Schicksal dieser Kinder sind jetzt endlich große Ausstellungen in Oberschwaben gewidmet. Am 19. Mai können Sie mit uns auf den Spuren der „Schwabenkinder“ nach Oberschwaben fahren.
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