Das Paradiesgärtlein und das Wandfresko Jerg Ratgebs
Ausstellung im Städel Museum und Fresko im Karmeliterkloster, Frankfurt
Mirja Kinzler | Samstag | 19.06.2027 | 175 €
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Das Paradies – ein Ort der Sehnsucht, der seit Jahrhunderten die menschliche Vorstellungskraft beflügelt. Als irdischer wie himmlischer Garten und als Sinnbild einer ursprünglichen Harmonie zwischen Mensch und Natur wurde er zur Projektion religiöser, philosophischer und künstlerischer Ideen genutzt. Im Zentrum der Ausstellung steht eines der berühmtesten und zugleich rätselhaftesten Gemälde des Städel Museums, das um 1410–20 entstandene „Paradiesgärtlein“. Die Tafel überrascht mit zahlreichen Details: Die Muttergottes sitzt darin mitten in einer höfischen Gesellschaft, während der umschlossene Garten (Hortus conclusus) sowohl als religiöses Symbol als auch als Ort weltlicher Liebe verstanden werden kann. Besonders eindrucksvoll ist die Nähe zur Natur innerhalb des Werks. Die Schau thematisiert diese bahnbrechende Verbindung von Kunst und Naturwahrnehmung und zeigt den historischen und künstlerischen Kontext Europas um 1400.
Vom kleinformatigen Tafelbild geht es dann ins Karmeliterkloster, die einzige erhaltene mittelalterliche Klosteranlage Frankfurts. Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die Darstellungen der Ordensgeschichte der Karmeliter und der Heilsgeschichte des schwäbischen Malers Jerg Ratgeb (weltberühmt ist sein Herrenberger Altar in der Staatsgalerie Stuttgart) gelten als die bedeutendsten vorbarocken Wandmalereien nördlich der Alpen.
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Kunsttag Frankfurt
Treffpunkt: 7.30 Uhr Esslingen, Eugenie-von-Soden-Straße 10-12 (Spardabank, Nähe ZOB) / 8.00 Uhr Stuttgart, Bus-Haltebucht Staatsgalerie / Haus der Geschichte
Leistungen:
· Reiseleitung Mirja Kinzler
· Fahrt im komfortablen Reisebus
· Eintritt und Führung Städel Museum
· Führung Karmeliterkloster (Ratgeb-Fresken)
· VVS-Ticket Netz
Preis pro Person: 175 €
Mindestteilnehmerzahl 20, maximale Teilnehmerzahl 28 Personen
Veranstalter: Schlienz-Tours
Bild: Frankfurter Meister, Das Paradiesgärtlein, um 1410–20. © Städel Museum, Frankfurt am Main